Berliner Blick




Spanien: Schadstoffe in Biokäse gefunden

©(SINC)

60 Sorten analysiert - Konzentrationen oft höher als EU-Vorgabe

Ausgerechnet viele Biokäse-Sorten enthalten polychlorierte Biphenyle (PCB). Das sind Chlorverbindungen, die krebserregend sind. Forscher der Universität von Las Palmas de Gran Canaria http://ulpgc.es haben über 60 Käsesorten analysiert. Ergebnis: Die Konzentration der Chlorverbindung war zwar niedriger als von der EU vorgeschrieben - einige Käse überschritten die Grenzwerte allerdings.

Gefährliche Umweltkontaminanten

Diese Schadstoffe landen im Käse über Pestizide und Schadstoffemissionen aus der Industrie. Die Schadstoffe landen über die Umgebung in den Körper der Kühe und schließlich in der Milch. "PCB sind ebenso wie Dioxine Umweltkontaminanten, die sich aufgrund ihrer lipophilenen Eigenschaften vor allem in fettreichen tierischen Lebensmitteln anreichern, sie können daher auch in Milch enthalten sein", sagt Miriam Ewald, Sprecherin vom Bundesinstitut für Risikobewertung http://bfr.bund.de , gegenüber pressetext.

Die spanischen Forscher schätzen, dass rund 30 Prozent der Schadstoffe in Milchprodukten dem Fettgehalt geschuldet sind. 70 Prozent der Kontaminationen finden sich in Fisch, Fleisch und Eiern. Die Behörden der Lebensmittelüberwachung kontrollieren in Stichproben, ob die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit http://bvl.bund.de werden Analysedaten zusammengeführt. Dort können sich interessierte Bürger über Schadstoffe in Lebensmitteln erkundigen.


Mehr Informationen:

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Ein Beitrag von: www.pressetext.com

aktualisiert am 27. 02. 2013